GESCHICHTE & PHILOSOPHIE

„Fürsten im Fadenkreuz“ – Yuval Noah Harari

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BEGINNER

„Insbesondere sind Spezialkommandos ein ideales Versuchsfeld für die Beziehungen zwischen Rittertum und militärischer Realität im Mittelalter und in der Renaissance.“

Harari zeigt anhand dieses neuen Blickwinkels auf Spezialkommandos, wie die mittelalterliche und frühneuzeitliche Realität des Krieges ausgesehen hat.

So war es nicht selten der Fall, dass Städte eingenommen wurden, weil eben solche kleinen Truppen die Stadtmauern überwanden und das Heer einließen. Basierend auf den Verrat von städtischer Miliz führten mittelalterliche Militärhandbücher eben diese Punkt als gefährlichste Bedrohung für die Verteidiger auf.

Anhand von anschaulich beschriebenen Beispielen zeigt Harari, dass selbst die stärksten Mauern zwar zigtausende Angreifer und Belagerer abhalten konnten, gegen den Verrat allerdings machtlos waren. Je größer die Stadt und somit auch je umfassender die Mauer war, desto größer war das Risiko des unbemerkten Eindringens dieser Spezialkommandos.

„Da es zu diesem Thema gegenwärtig weder akademische Studien noch populärwissenschaftliche Bücher gibt, will es [das Buch] beide Lücken schließen und einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung des Krieges im Mittelalter und in der Renaissance leisten, gleichzeitig aber das Thema auch auf lebendige Weise für eine allgemeine Leserschaft darstellen.“

Der mittlerweile weltweit bekannte Harari schaffte diese lebhafte und wissenschaftlich fundierte Darstellung seiner Thesen bereits in diesem 2007 publizierten Werk, das nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt.

Hierbei lässt er maritime Kriegsschauplätze außer Acht, was er mit dem Unterschied der Durchführung und Zielsetzung begründet. Da aber auch hier Spezialkommandos eine wesentliche Rolle für den Erfolg darstellen konnten, ließe sich dieses Thema noch ergründen.

Mit spannenden und spannend dargestellten Beispielen bringt Harari seiner Leserschaft die Rolle der Spezialkommandos und mit Militärtaktiken des Zeitraums 1100 bis 1550 näher.

Auch für Autoren historischer Romane ist dieses Buch ein wahrer Schatz etlicher Ideen für neue Geschichten.


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